Spielsucht erkennen

Problematisches Spielverhalten entwickelt sich häufig schleichend. Betroffene bemerken oft erst spät, dass Wetten oder Glücksspiel einen zu großen Raum im eigenen Leben einnehmen. Zu den möglichen Warnsignalen zählen ein starkes gedankliches Kreisen um das Wetten, das Verheimlichen von Einsätzen gegenüber nahestehenden Personen sowie der Versuch, Verluste durch weitere Einsätze wieder auszugleichen.

Auch finanzielle Engpässe infolge des Spielverhaltens, eine Vernachlässigung von Beruf, Ausbildung oder sozialen Kontakten sowie innere Unruhe bei dem Versuch, das eigene Spielverhalten einzuschränken, können auf ein problematisches Muster hindeuten.

Professionelle Unterstützung suchen

Wer bei sich selbst oder im nahen Umfeld Anzeichen problematischen Spielverhaltens bemerkt, sollte diese Beobachtung ernst nehmen und nicht aus Scham verdrängen. Professionelle Unterstützung kann dabei helfen, die Ursachen des eigenen Verhaltens besser zu verstehen und wieder Kontrolle über die Situation zu gewinnen.

Neben Beratungsstellen können auch Selbsthilfegruppen, etwa im Umfeld der Anonymen Spieler, eine wertvolle Unterstützung bieten, da dort der Austausch mit Menschen möglich ist, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Anlaufstellen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kurz BZgA, gilt in Deutschland als eine der zentralen Anlaufstellen für Menschen mit problematischem Spielverhalten sowie für deren Angehörige. Dort erhalten Betroffene Informationen und Hinweise auf weiterführende Unterstützungsangebote.

Auch lokale Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen können erste Anlaufpunkte sein, um über das eigene Spielverhalten zu sprechen und gemeinsam nächste Schritte zu überlegen.